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Choquettes – Süße Grüße aus Frankreich

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Schaut ihr auch so gerne Kochsendungen wie ich?

Ich liebe Kochshows und schaue sehr gerne Sendungen mit Jamie Oliver, Sophie Dahl und meine unzähligen abonnierten Youtube Koch- und Backkanäle. So bin ich wohl auch vor 2 Jahren über Rachel Khoo gestolpert und habe mich in ihre (unglaublich sympathische und süße) Art zu kochen verliebt: in einer meist ziemlich kleinen Küche (zum Beispiel in Paris) zaubert sie köstliche Leckereien ohne ausgefallene Küchengeräte, mit „normalen“ Zutaten und ganz viel Charm.
 
 
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Beim Blättern in meinem „Little Paris Kitchen“ Kochbuch bin ich dann wieder auf das Rezept zu Chouquettes gestoßen – eine Art Éclair oder ungefüllter Windbeutel, den man in süßer oder herzhafter Variante genießen kann! Ein bisschen Zeit sollte man sich dafür schon nehmen (ca. 1 Stunde), aber dafür kann man sich das Workout für die Arme im Fitnessstudio sparen – das ganze Rühren macht bestimmt auch ordentlich Muckies!
 
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Heute möchte ich euch das Rezept für die süße Variante, Chouquettes, verraten und hoffe, es wird euch genauso schmecken wie mir!

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  • 170 ml Wasser
  • 170 ml Milch
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 100 gr Butter (in Stücke geschnitten)
  • 170 gr Mehl
  • 3 Eier
  • Puderzucker
  • Hagelzucker/Schokostückchen (keine Streusel – die verbrennen leider)/grob gehackte Nüsse/etc…

 

Am Besten messt ihr alle Zutaten schon mal ab und stellt sie euch bereit, dann geht das Arbeiten zügiger und der Teig hat keine Chance anzubrennen!

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1. Den Brandteig herstellen:

* Milch, Wasser, Salz, Zucker und Butter in einem mittelgroßen Topf auf höher Stufe erhitze, sodass die Butter schmilzt. Sobald die Flüssigkeit zu kochen beginnt das Mehl dazugeben und mit einem Holzlöffel feste rühren: die Masse hat zuerst die Konsistenz von klumpigem Kartoffelbrei, aber wenn ihr weiter rührt bildet sich ein weicher Teigball. Er ist fertig, wenn der er sich beim Rühren vom Rand des Topfes löst, ohne zu kleben oder zu klumpen.

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* Nehmt den Topf vom Herd und gebt den Teig in eine große Schüssel. Bevor es mit den Eiern weitergehen kann, muss der Teig erst abkühlen, sonst bekommt man nämlich nur Rührei! Zum Abkühlen den Teig immer wieder rühren und gegen dem Schüsselrand drücken, damit er gut auskühlt.

* Um zu prüfen, ob man die Eier dazu geben kann, am besten die Piiiek Probe machen: einfach mit dem Finger in den Teig pieken, wenn er sich handwarm anfühlt könnt ihr die Eier problemlos dazugeben.

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* Nun den Ofen auf 170°-180°Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

* Zuerst nur 2 Eier zum Teig geben und diesen – ihr könnt es euch denken – einfach immer weiter rühren, bis die Eier komplett in den Teig aufgenommen sind. Der Teig sieht dabei komisch aus und ihr werdet euch denken, dass das so unmöglich funktionieren kann – aber genau dann ist es richtig!

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Wie viele Eier ihr benötigt, hängt von der Eiergröße und eurem Mehl ab – ich habe 3 Eier (M) gebraucht, bis mein Teig schön cremig, elastisch aber trotzdem noch relativ fest war. Er sollte nicht verlaufen und seine Form behalten. Am besten rührt ihr zuerst einmal zwei Eier in den Teig und gebt dann ein drittes dazu.

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2. Puh, der anstrengende Rühr-Teil ist jetzt endlich geschafft, ihr müsst die Teigmasse nun nur noch in einen Spritzbeutel mit einer Lochtülle geben und dann kann’s auch schon losgehen:

 

* Backpapier auf ein Backblech geben und mit dem Spritzbeutel kleine Häufchen spritzen – dafür die Tülle ca. 1cm vom Backpapier entfernt halten und ungefähr eine Walnusshälften-große Portion teig spirzen, dann ohne zu Drücken nach oben wegziehen. Ich habe 2 Bleche mit je ca. 20 Portionen bekommen.

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* Falls eure Chouquettes zu spitzig werden (so wie meine), mit einem angefeuchteten Finger die Spitzen vorsichtig runterdrücken, sonst verbrennen diese im Ofen.

 

* Jetzt mit Puderzucker bestäuben und danach mit Hagelzucker (mein absoluter Favorit) oder Schokostückchen bestreuen (eventuell leicht andrücken). Jetzt verpasst ihr den Chouquettes eine zweite Puderzuckerdusche und ab in den Ofen für 20-25 Minuten oder bis sie schön golden braun sind (da jeder Ofen anders heizt, kann sich die Backzeit bei euch leicht ändern – also habt ein Auge auf den Bräunungsgrad!).

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Und wie wär’s jetzt mit einer verdienten Pause mit Tee oder Kaffee und ofenwarmen Chouquettes?!
Die süße Goldstücke halten sich in einer luftdichten Dose für ein paar Tage (aber ich bin sicher, so lange werden sie gar nicht überleben). Ihr könnt sie auch noch einmal bei 150°Grad für 5 Minuten in den Ofen geben, damit sie wieder schön warm und knusprig werden!

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PS: Für die herzhafte Variante, die man Gougères nennt (klingt viel schöner als Käsewindbeutel), nimmt man als Topping einfach Käse wie Gruyère, Parmesan, Bergkäse oder ähnliches. Auch lecker mit geriebener Muskatnuss, Speckwürfeln oder gehackten Nüssen.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und gutes Gelingen!
Auch wenn das Rezept etwas kompliziert scheint, traut euch ruhig – es ist gar nicht so schwierig, wenn man nur einfach immer ordentlich rührt. Noch dazu ist es so lecker, dass ich, bis ich diesen Artikel fertig getippt habe, auch fast alle Chouquettes verputzt habe!

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5 Kommentare

  1. … mit einem Happs sind sie im Mund! Und lange überleben werden die bei mir glaube ich auch nicht. Hmm, ich glaube ich habe alle Zutaten da. Ich bin mal in der Küche!

    • Genau das ist das Problem, und dann wird es noch ein Happs, und noch einer und .. huch! Auf einmal ist alles weg!! :)
      Viel Spaß beim Ausprobieren, die sind echt sowas von lecker, mein Freund hat mir das auch schon bestätigt!
      Hab ein schönes Wochenende!

  2. Wie, du hast uns keine zum Kosten übrig gelassen ;-)?! Sehen sehr putzig aus diese kleinen Zipfel.

    Liebste Grüße
    Stephie

    • Huch,… also irgendwie ist mir das so “passiert” .. ich wollte eigentlich nur testen, ob sie auch wirklich lecker sind. Nicht, dass ich das blogge und am Ende ist es doch nicht lecker ;)
      Beim Bilder bearbeiten für diesen Post habe ich mir einen Teller Couveuse neben den Computer gestellt und schwupps waren sie weg ^_^ Der Freund hat gerade noch eine handvoll davon retten können und war auch ganz angetan!

      Ich werd sie bald mal wieder backen – vielleicht kann ich Dir dann eine extra Ladung beiseite stellen und “um die Ecke” vorbeibingen, hihi

      Liebe Grüße,
      Katha

  3. Pingback: Rewind: Instaweek 8 |

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