Dies & Das, RBZ Bookclub
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RBZ Bookclub {… my books in February}

Ich gebe es zu.
Ich hab da ein kleines Problem.

Ich kann einfach nicht ohne, und oft bin ich total maßlos und weiß einfach nicht wie ich aufhören soll.

 

BÜCHER. 

ICH LIEBE BÜCHER.

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Nachdem ihr jetzt also wisst, dass ich ein totaler Bücherwurm und Lese-Addict bin, muss ich meine Leidenschaft ja nicht länger verstecken und kann mich ganz in dieser neuen Rubrik RBZ Bookclub austoben, hihi.

In den letzten Monaten habe ich eine ganze Menge auf meinem eReader (dem Amazon Kindle Paperwhite) gelesen, aber nichts ist besser als der Geruch eines neuen Buches und das Gefühl von Papier-Seiten zwischen den Fingern.

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Nachdem ich dieses Jahr angefangen habe ein Lese-Diary zu schreiben, in dem ich kurz ein paar Gedanken zu meinen gelesenen Büchern festhalte und ihnen auch eine Note verpasse möchte ich euch ab jetzt auch hier im Blog jeden Monat die gelesenen Bücher aus dem vergangenen Monat vorstellen. Tadaaa, und das sind sie:

 
 
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Hugh Howey – Wool, Shift Dust {Silo Trilogie}

Nicht schon wieder eine Dystopie!!“ … ja ja, doch wir befinden uns nämlich auf der post-apokalyptischen Erde. Die Luft ist giftig, es gibt keine Menschen mehr an der Oberfläche – nur das Silo. Das Silo ragt über 100 Stockwerke tief in die Erde, um die Menschen in seinem Inneren vor der lebensgefährlichen Außenwelt zu schützen. Drinnen herrscht eine strenge Hierarchie und strikte Regeln unter den letzten Menschen. Oder sind das wirklich die letzten Menschen? Als die Führung im Silo wechselt, weil jemand sich entschließt freiwillig nach draußen zu gehen, um dort zu sterben, gerät ein Stein ins Rollen. Ein Flüstern geht durch das Silo, die Fragen nach der Wahrheit, nach der Vergangenheit und nach dem Warum sind gefährlich, denn sie können ein ganzes Silo auslöschen.

Ich möchte ungern tiefer in Story einsteigen, am nichts vorwegzunehmen.
Manche Bücher brauchen ein paar Seiten, bis man so richtig in der Geschichte eintauchen kann. So war das bei mir und Wool auch: die ersten Kapitel bilden den Rahmen der Story und stellen einige der Hauptfiguren vor. Dabei wird man ins eiskalte Wasser und mitten in die Handlung geschmissen und fragt sich auch die ganze Zeit „Warum? Was ist da passiert?! Wie ist es nur dazu gekommen? Das passiert gerade nicht wirklich, oder?!“

Innerhalb der drei Bücher gibt es immer wieder Zeitsprünge, die dann langsam aber sicher auch Antworten auf diese offenen Fragen geben, den Anfang der Geschichte klären aber auch gleich wieder neue Fragen aufwerfen. So bleibt die Handlung immer spannend und man kann kaum abwarten herauszufinden, wie es in der Zukunft weitergeht.

Gleichzeitig war die Stimmung und Atmosphäre in den Büchern oft sehr düster und schwer. Ich habe mit den Charakteren gebangt, gehofft und getrauert und mich immer wieder gefragt „Wie zur Hölle will sie/er aus diesem Schlamassel je lebend herauskommen?“. Trotz der Düsternis gibt es aber immer wieder Lichtblicke und Anlässe zur Hoffnung die auch die dunkelsten Tiefen des Silos erstrahlen lassen können.

Ich habe die Buchreihe regelrecht verschlungen, wollte wissen, was mit meinen Lieblingscharakteren passiert und habe auf der Reise durch die Dunkelheit und der Suche nach Antworten mitgefiebert. Die Figuren und deren Handeln werden gut beschrieben, sodass komplexe Charaktere entstehen, die man entweder liebt oder hasst.

Die Silo-Saga zählt nicht zu Jugendbüchern sondern gehört zum Genre Sci-Fi Thriller, weshalb die darin beschriebene Dystopie an so mancher Stelle etwas heftiger oder düsterer ist. Aber durch sympathische Figuren und deren Hoffnung auf der Suche nach Antworten wird man schnell mitgerissen und kann die Bücher nicht aus der Hand legen (zumindest ging es mir so), bis man endlich auf der letzten Seite weiß, in welche Richtung das Schicksal der Menschheit verläuft.

Meine Wertung: 8,5 von 10 Punkten

 

 

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Cheryl Strayed – Wild

Nach dem Tod ihrer krebskranken Mutter, dem Zerbrechen ihrer Ehe und einem Sumpf aus Drogen und Traurigkeit beschließt die Protagonistin in diesem autobiografischen Buch den Pacific Crest Trail (PCT – ein Fernwanderweg im Westen der USA, der von Mexiko bis nach Kanada führt) zu wandern, um die Vergangenheit zu verarbeiten und sich über ihren Platz im Leben klar zu werden.

Das Buch nimmt uns mit in die Gedankenwelt der Hauptfigur: beim Wandern gibt es viel Zeit zum Grübeln, durch Rückblenden erfährt man von der schweren Kindheit mit einem gewalttätigen Vater, der Krankheit der Mutter und der eigenen Unsicherheit und Scheitern.

Gleichzeitig gibt es viele Landschaftsbeschreibungen und Passagen, die vom täglichen Kampf mit dem Wandern handeln (als Wander-Neuling gleich einen über 4.000km langen und schwierigen Weg durch die Wüste bezwingen wollen, ist kein leichtes Unterfangen).
Neben der persönlichen und vor allem berührenden Geschichte der Hauptfigur fand ich die Passagen, in denen die Landschaft und das Leben auf dem Wanderweg beschrieben wurde gleichzeitig beruhigend und spannend. Es ist eine total andere Welt, so faszinierend, täglich unter freiem Himmel unterwegs zu sein, den Elementen und der Natur ausgesetzt zu sein und am Ende des Tages einfach irgendwo im nirgendwo sein Zelt aufzuschlagen. Über seine eigenen Grenzen gehen und sich selbst suchen und finden.

Ich kann schwer beschreiben, warum mich das Buch so begeistert hat.
Am liebsten würde ich jetzt auch losziehen wollen und mich für ein paar Monaten von allen Dingen lossagen, um mir auf einem einsamen Wanderweg klar zu werden, was ich eigentlich will und wer ich bin.

Meine Wertung: 9 von 10 Punkten

(Den Film zum Buch kann ich euch übrigens auch ans Herz legen, Reese Witherspoon ist großartig in ihrer Rolle!)

 

 

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Amy Phoeler – Yes Please {gelesen auf dem Kindle}

Vielleicht kennt ihr Amy Phoeler ja aus der Serie Parks and Recreation: Amy ist eine amerikanische Schauspielerin und gleichzeitig auch Comedian und hat mit „Yes Please“ gerade ihr erste Buch veröffentlicht.

Yes Please ist ein ziemlich entspanntes Buch, ein Sammelsurium verschiedener Geschichten aus dem Leben der Autorin gepaart mit Geschichten und Ratschlägen zu den Themen Liebe, Freundschaft, Sex, Erwachsenwerden und Eltern-sein.

Ich habe mich nach der Silo-Saga sehr gefreut, mit den meist witzigen Anekdoten ein bisschen zu entspannend – keine schwere Kost, manche Kapitel habe ich auch einfach überblättert, nicht so schlimm!
Dadurch, dass die Geschichten nicht aufeinander aufbauen und in sich abgeschlossen sind kann man das Buch super Häppchenweise zu sich nehmen und bei einer Tasse Tee oder vor dem Schlafen gehen gut mal ein Kapitel lesen.

Meine Wertung: 7 von 10 Punkten

 

 

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Bill Bryson – A Short History of Nearly Everything

Alternativer Titel: Wie ihr einfach unglaublich schlau (oder klugscheißerhaft) werdet.
Ich liebe Bill Bryson’s Bücher.

Ob Sachthemen oder Reiseliteratur, die Bücher sind nicht nur gut recherchiert sondern dabei auch gleichzeitig unterhaltsam und lehrreich. Wenn es ein Buch geben müsste, das alle Menschen lesen sollten, dann vielleicht sogar dieses hier!

Von der Entstehung des Universums, der Erde, des Lebens und uns Menschen bis über die Geschichte der Naturwissenschaft und zahlreichen Entdeckungen, das alles gibt es hier zu lesen inklusive vieler interessanter, absurder und witziger Fakten.

Noch nie war Physik, Chemie und Wissenschaft so einfach zu verstehen und gut erklärt – noch dazu habe ich das Buch mittlerweile das dritte oder vierte mal gelesen und lerne immer wieder etwas Neues dazu (weil, ganz ehrlich – so viel Schlaues kann man sich einfach niemals merken).

Das Buch kann und sollte man deswegen auch in Häppchen genießen. Da es keine „Story“ in dem Sinne gibt, sondern eher Fakten vermittelt werden, ist das lesen eines Kapitels auch manchmal schon genug, damit man nicht von zu vielen Informationen erschlagen wird.

Für mich auf jeden Fall immer wieder lesenswert und eine schöne Abwechslung zu Fantasy, Thriller und Belletristik!

Meine Wertung: 10 von 10 Punkten 

 

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The Iron Trial {Magisterium 1- gelesen auf dem Kindle}

Wie jetzt?
Hab ich gerade Harry Potter gelesen? Also Harry Potter nur mit Figuren, die anders heißen, die ich weniger gern mag und in einer magischen Schule, die irgendwie eine creepy unterirdische Höhle ist? Ein Junge, der eigentlich nichts mit Magie am Hut hat wird plötzlich Zauberer?

Also, erst mal ganz langsam:

Callum ist nicht so wirklich beliebt im richtigen Leben, aber das ist gerade gar nicht so wichtig, denn er versucht gerade absichtlich die Aufnahmeprüfung für die Zauberschule Hogw…äh das Magisterium zu vermasseln, denn sein Vater hat ihm eingebläut, wie gefährlich und böse die Zauberwelt doch ist.
Leider bringt all das Vermasseln nichts und schwupps ist Callum ein Zauberlehrling und schlägt sich mit seinen Feunden Ron und Hermione Aaron und Tamara durch die gefährliche unterirdische Zauberakademie. Natürlich lässt der Bösewicht Lord Vol…äääh „DER FEIND DES TODES“ nicht lange auf sich warten und das Geheimnis, weshalb Callums Vater seinen Sohn von Magie fern halten wollte wird langsam gelüftet. Oder auch nicht.

Ihr wisst ja sicher, dass ich ein fanatischer Harry Potter Fan bin, aber nicht nur wegen der vielen Parallelen (hallo? Was haben sich bitte die beiden Autorinnen dabei gedacht?!) konnte mich das Buch nicht begeistern. Die Hauptfigur Callum fand ich leider sehr unsympathisch und die oft sehr konstruiert wirkende Geschichte war für mich nicht nur einmal unschlüssig. Auch sprachlich konnte mich der erste Band nicht überzeugen, ich weiß nämlich, dass die beiden Autorinnen sonst mehr drauf haben.

Natürlich dauert so eine Zauberausbildung mehrere Jahre, deswegen werden in der Reihe auch noch einige weitere Bücher erscheinen, vielleicht wird die Geschichte ja dann doch etwas spannender. Der Start hat mich aber leider sehr enttäuscht.

Meine Wertung: 2 von 10 Punkten. 

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Puh.
Also eigentlich wollte ich zu jedem Buch nur ein paar Sätze schreiben, um euch nicht mit Informationen zuzuballern, aber irgendwie ist mir das mal wieder nicht gelungen.

Da diese Rubrik ja noch ganz frisch und neu ist, wäre es super, wenn ihr mir sagen könntet, ob ihr zu den einzelnen Büchern mehr oder vielleicht ein bisschen weniger wissen wollt, dann könnte ich das für den nächsten Post nämlich berücksichtigen!

 

 

Ich bin schon ganz gespannt wie ihr diesen Bücherpost findet!
Lest ihr denn viel, oder eher selten? Und wenn ja, habt ihr vielleicht ein Lieblings-genre?

Ich freu mich auf eure Ideen und Meinungen!

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7 Kommentare

  1. Aaalso ich mag ja Buchrezensionen sehr gern – aber wenn’s dann so viele hinternander weg sind in einem Posting, ist mir das ein bisschen zu viel auf einmal 🙂 Ist aber natürlich Geschmackssache – ich finde so superkurze Infos zu den Büchern meistens auch zu wenig, um eine Idee vom Inhalt zu kriegen…

    • Hallo liebe Lena,
      vielen Dank für Dein Feedback 🙂
      Das hab ich mir schon fast gedacht, als ich die Länge dieses Posts gesehen hab (eigentlich wollte ich mich ja kurz fassen, hihi).
      Vielleicht dann lieber Posts über den Monat verteilt, in denen nur je 2 Bücher/Reviews vorkommen? Örgs, das ist echt ganz schön schwierig da genau das richtige Format für zu finden! Vielen Dank für deine Hilfe und liebe Grüße,

      Katha

  2. Jenny sagt

    Ich fand die Länge der Beschreibung des jeweiligen Buches passend. Vielleicht dann lieber weniger Bücher auf einmal. Von der Textlänge her würde ich es so lassen 🙂

    Yes Please habe ich zufällig auch gerade angefangen. Mir gefällts echt gut bis jetzt 🙂

    • Hallo liebe Jenny 🙂
      Danke für dein Feedback – vielleicht teile ich dann also lieber die Bücher in zwei mal auf, wenn es wieder so viele sein sollten. Ich hab schon versuchen müssen zu jedem Buch keinen Roman zu schreiben, deswegen freut es mich, dass Du die Textlänge so in Ordnung findest 🙂

      Yes Please mochte ich auch ganz gerne, es war mal wieder eine etwas mehr entspannende Lektüre, weil die Themen auch nicht so schwer im Bauch liegen und Amy Phoeler einfach so sympathisch ist!

      Bin gespannt was Du insgesamt von dem Buch hälst!
      Liebe Grüße <3

  3. Hallo meine Liebe,
    ich finde es super, dass du nun auch hier deinen Eindruck zu von dir gelesenen Büchern niederschreibst – ich haben nämlich einen sehr ähnlichen Buchgeschmack wie du 😀
    Zuerst finde ich es echt bewunderswert, wie du (neben Studium, bloggen, backen, kochen, Ideen sammeln und allem anderen) so viele Bücher in einem Monat schaffst. WOW!
    Für meinen Geschmack waren die Buchvorstellungen so genau richtig. Nur der Rückklappentext von Büchern ist meist zu wenig, um sich etwas vorstellen zu können – von daher fand ich es gut so! Die Bücher von Bill Bryson liebe ich auch und kann ich immer wieder lesen – irgendetwas aus dem Buch kommt einem immer neu vor 😉
    Viele liebe Grüße
    Karina

    • Hallo liebe Karina <3

      Hihi, das freut mich, wir sind Buchschwestern im Geiste *highfive

      Puh, also ehrlich gesagt habe ich auch ein bisschen schlechtes Gewissen, denn ehrlich gesagt lese ich manchmal lieber Bücher, als alles oben genannte (vor allem UNI!!!!) zu machen.
      irgendwie braucht mein Kopf das - damit nicht immer so wirres Gedankenchaos herrscht oder die Gedanken sich irgendwo hin bewegen, wo ich aber gar nicht hindenken mag - deswegen habe ich immer ein Buch parat, um mich irgendwo in eine andere Welt zu lesen.
      Ja, man könnte das vielleicht auch "Verdrängen" nenne *hust* 🙂

      Und ich bin ja froh, dass es mir bei Bill Bryson nicht alleine so geht. Jedes mal wenn ich das wieder lese, denke ich mir, wie dusselig ich doch bin weil ich mich an fast nichts mehr daraus erinnern kann 😀
      Jedes mal neues Staunen und neue Erkenntnisse, hihi!

      Liebe Grüße aus Berlin,

      Deine Katha

  4. Bill Bryson – A Short History of Nearly Everything

    das Buch klingt gut! schau ich mir mal genauer an wenn ich wieder in Deutschland bin 🙂

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