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Instagrammt ihr noch oder snappt ihr schon? {kurze Einführung zu Snapchat}

Bilder knipsen, Filter drüber, Hashtags dunter, Likes sammeln und auf Kommentare antworten – das kennen wir ja schon, so ist das nämlich bei Instagram an der Tagesordnung. Aber hey, das war doch gestern, weil heute snappen doch alle!

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Moment, mal ganz langsam!
Snapchat?!
Was ist das denn bitte!?

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So ähnlich ging es mir vor ungefähr einem Jahr auch.
Die App für diesen kostenlosen Instant-Messaging Dienst, der in den USA seit 2011 auf dem Markt ist, war schnell installiert. In der Anfangszeit machte Snapchat eher negative Schlagzeilen und galt als Sexting App – also ein Dienst mit dem bevorzugt Nacktbilder getauscht wurden, da sich angeschaute Bilder auf Snapchat innerhalb weniger Sekunden von selbst löschen. Erst durch die neuere Funktion „Stories“ hat sich das geändert.

Hä, was? Wie? Versteh ich nicht!
Nach ein paar Tagen des willkürlichen auf dem Display rumtatschen, habe ich aufgegeben. Die App ist wenig intuitiv und ich wusste einfach überhaupt nicht, was ich mit Snapchat anfangen sollte und wo bitte der Reiz daran liegen soll!

Zack, sofort gelöscht!

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Das war erst mal meine Snapchat Abenteuer.
Als ich aber vor ein paar Monaten durch Freunde wieder auf die App aufmerksam wurde, wollte ich der Sache noch eine Chance geben.
Ich kann nicht behaupten, dass ich die App beim zweiten Anlauf besser verstanden hätte, deswegen musste ich erst mal ein paar Tutorials lesen (ehrlich, so alt habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt – nachlesen müssen wie eine aktuelle App funktionert – pah!!).

Nach der Theorie die Praxis, als ich dann erst einmal genügend Leute zu meiner Snapchat Freundesliste hinzugefügt hatte, wurde es endlich interessant: durch Fotos und Videos lernt man Freunde, bekannte Blogger und Stars von einer ganz anderen Seite kennen (und ich war überrascht, wie sympathisch, „normal“ und witzig die meisten doch sind!).

Falls es euch mit Snapchat vielleicht genauso ergangen ist wie mir, ihr auch nur Bahnhof versteht oder jetzt einfach neugierig geworden seid möchte ich euch heute einen kleinen Überblick über die App geben – vielleicht snappen wir ja bald schon zusammen?!

Die wichtigste Frage am Anfang war für mich „Warum soll ich überhaupt Snapchat nutzen? Ich hab doch  schon Instagram, das muss doch reichen, oder?!“. Die Frage ist natürlich absolut berechtigt, weshalb ich euch hier kurz die Vor- und Nachteile von Snapchat zusammenfassen möchte!

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+ Spontanität!
Da man Snaps nicht vorbereiten kann, bekommen die Stories eine ganz andere Dynamik als bei Instagram (dort kann man z.B. vor Wochen aufgenommene Bilder nachträglich hochladen)

+ Natürlichkeit!
Weil die Fotos sowieso nur 24 Stunden „haltbar“ sind (und nicht wie bei Instagram für die Ewigkeit in der Timeline bleiben) darf es auch mal alles andere als perfekt sein: zerzaustes Haar nach dem Aufstehen, ungeschminkt, die Wohnung ist nicht super aufgeräumt oder das Essen wurde nicht instagramwürdig in Szene gesetzt? – egal – für Snapchat ist das genau richtig! So sehen die Follower und Freunde eine ganz andere und natürliche Seite, die man bei Instagram meist nicht zu sehen bekommen. Dafür gibt’s Symphatiepunkte.

+ Live dabei!
Freunde und Follower haben Teil am täglichen Leben, quasi eine Art „follow me around“. Durch eure Fotos und Videos sind die Follower bei Events (gerade bei Bloggern oft wichtig: ein Blick hinter die Kulissen), Urlauben oder einfach auch beim Einkaufen direkt dabei. Das schafft Nähe zur Community – so fühlt man sich gleich verbundener! Und ehrlich, wer würde denn nicht mal gerne sehen, wie das tägliche Leben der Lieblingsblogger oder Stars aussieht?!

+ Vergänglichkeit!
Durch die kurze Halbwertszeit der Fotos posten die meisten Snapper in der Regel auch mehr Privates und vor allem auch Dinge, die es sonst nicht auf Instagram schaffen! Das macht es natürlich auch spannend und interessant: die Follower kucken viel öfters in die App, denn ist man zu langsam und schaut nicht regelmäßig, sind die Inhalte schon wieder verschwunden.

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Vergänglichkeit!
Alle Fotos verschwinden nach 24 Stunden. Die Inhalte eurer Story werden gelöscht und sind dann für niemanden mehr zu sehen,… außer natürlich… jemand hat einen Screenshot gemacht!

Screenshots!
Auch wenn die Inhalte nur einen Tag lange zu sehen sind, können alle, die eure Fotos ankucken auch Screenshots davon machen und eure Fotos so ohne eure Erlaubnis speichern (und eventuell weiterverbreiten).

Kein Kommentar!
Ganz im Gegensatz zu Instagram, wo Kommentieren und Liken besonders wichtig ist, gibt es bei Spanchat keine Möglichkeit direkt auf ein Foto oder ein Video zu reagieren. Man kann sich gegenseitig zwar private Direktnachrichten oder Fotos schicken (Achtung, diese verschwinden sofort nach dem anschauen) – aber es gibt keine Kommentarmöglichkeit und keinen Austausch untereinander, der für alle Follower sichtbar ist.

Datenvolumen und Akku!
Schon das ganze Datenvolumen versurft?! Leider braucht Snapchat unterwegs ganz schön viel mobile Daten. Wer nur ein kleines Surfvolumen hat, sollte die App lieber im Wlan nutzen. Und warum ist mein Handy schon wieder leer? Leider frisst Snapchat auch richtig viel Akku. Wer also viel und regelmäßig snappt sollte ein Ladekabel oder einen externen Akku in der Tasche haben!

 

Klingt eigentlich ganz schön spannend, oder? 
Falls ihr jetzt vielleicht ein bisschen neugierig geworden seid gibt’s im Folgenden einen ersten Überblick die Funktionsweise der App, damit eurem Einstieg in die Snap-Karriere nichts mehr im Wege steht!

 

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Nach dem Laden der App müsst ihr euch registrieren – Email, Geburtstag, Username, Telefonnummer! Alles erledigt? Dann landet ihr erst einmal auf dem Foto Bildschirm!

 

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Von hier aus kann man zu allen wichtigen Funktionen der App navigieren:

Swipe nach rechts: Nachrichtenzentrale
Hier findet ihr Direktachrichten, die euch privat gesendet worden sind.

Swipe nach lins: Stories
Hier findet ihr einen Überblick über alle Stories

Swipe nach unten oder Tippen auf den Geist: euer Profil
Von hier könnt ihr Leute adden (dafür braucht ihr den genauen Usernamen), sehen, wer euch selbst hinzugefügt hat oder eine Liste eurer Freunde ansehen! Ganz oben rechts in der Ecke findet ihr auch das Zahnrad-Symbol um zu euren Einstellungen zu gelangen!

 

Der Stories Bildschirm:

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1. My Story:

Ganz oben findet ihr eure eigene Story mit all euren Snaps der letzten 24 Stunden . Durch das Tippen auf die drei Punkte öffnen sich die Liste eurer Snaps.

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Die Zahl hinter dem lila Auge zeigt, wie viele Leute eure Snaps schon gesehen haben. Die Zahl in grün zeigt an, ob und wie viele Leute einen Screenshot von dem jeweiligen Foto gemacht haben.  Eine genaue Liste über die Views bekommt ihr, wenn ihr auf das Augensymbol tippt. Dort könnt ihr den ausgewählten auch Löschen oder auf eurem Telefon speichern!

2. Discover:

Jeden Tag gibt es von diesen Partnern neue Inhalte zu erkunden. Einfach drauftippen und durchswipen!

3. Live: Stories aus der ganzen

Hier gibt es ab und an Snaps zu einem bestimmten Thema/einer Festlichkeit/einer Stadt. Aus allen Snaps, die z.B. in der Stadt „Guadalajara“ gemacht worden sind werden die Besten von Snapchat ausgewählt und zu einer interessanten Story zusammengebaut!

4. Recent Updates:

Das sind die neusten Stories und Snaps eurer Freunde. Durch Tippen auf die jeweiligen Namen seht ihr euch die gesammelten Updates dieser Person an.

 

Theorie – erledigt! Jetzt bitte mal zur Praxis!!

Foto oder Video?
Ihr könnt entweder ein Foto knipsen und wenn ihr mögt, durch swipen nach links/rechts einen Filter über das Bild legen, ODER durch das halten des Auslösersymbols ein Video bis maximal 10 Sekunden aufnehmen.

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Grundsätzlich muss man zwei Arten von Snaps unterscheiden:

a) Snaps für eure Story:
diese können all eure Freunde sehen und zwar für 24 Stunden – danach sind die Snaps verschwunden!

b) Snaps, die ihr an Freunde als Privatnachricht verschickt:
diese sind NUR für den Empfänger für 1-10 Sekunden sichtbar

 

Fotos verzieren!
Es gibt zwar nicht so viele Filter und Bearbeitungsmöglichkeiten wie bei Instagram, aber dafür könnt ihr euren Fotos nach dem Knipsen durch Überschriften, Emojis, ein Paar Filter (rechts/links swipen) und selbst Gezeichnetes etwas verschönern!

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Huch, da ist dieser Post ja doch viel länger geworden als gedacht, und trotzdem war das nur ein ganz kleiner erster Einblick.
Ich hoffe trotzdem, dass ich ein bisschen Licht ins Dunkle bringen konnte und euch das Mysterium Snapchat vielleicht auch etwas erklären konnte!
Wenn euch dieser kurze Einführung gefallen oder geholfen hat, könnte ich ja in einem weiteren Post ein paar Tipps und Tricks verraten? Na, neugierig?

Nutzt ihr Snapchat (aktiv) oder habt ihr vielleicht auch eine negative oder verwirrende Erfahrung beim ersten Benutzen der App gemacht wie ich? Ich bin total gespannt auf eure Meinung und Feedback und würde mich natürlich freuen, wenn wir uns bei Snapchat wiedersehen! 

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11 Kommentare

  1. Danke für diese tolle und ausführliche Anleitung! Und dazu wie immer so schön gestaltet 🙂 Ich muss deinen Beitrag später unbeding in meinem „Best Of Beauty…“ Beitrag verlinken 🙂

    Ich bin erst seit ein paar Wochen bei Snapchat und es macht mir richtig Spaß. Dort traue ich mich auch mal ein Selfie zu zeigen oder mich selbst zu filmen (ich hasse das normalerweise), da ich weiß, dass die Bilder/Videos nur 24h zu sehen sind. Für manche Dinge eignen sich Videos einfach wesentlich besser wie ein einziges Bild und ich nutze es gerne für Kurzreviews zu Beautyprodukten oder um ein Unpackaging Video zu machen. Privates erzähle ich nach wie vor eher ungern obwohl ich mir das bei anderen Bloggern sehr gerne ansehe.

    So, dann füge ich dich gleich mal hinzu. Ich bin gespannt was du alles so snappst 🙂

    • Hallo liebe Kyra,

      danke fürs Hinzufügen!! 🙂
      Und danke danke für das Lob, ich freu mich total, dass Du den Post magst – war mir anfangs nämlich nicht so sicher, ob sowas überhaupt interessant oder wichtig wäre!

      Aber weil es mir da auch so geht wie Dir, musste ich den Beitrag jetzt doch mal schreiben! Ich hasse meine Stimme in Videos und am Telefon, aber dank Snapchat hab ich mich jetzt schon ein bisschen dran gewöhnt! Und auch Bilder ohne Makeup oder unter Bestform sind okay – man kann ja nicht immer perfekt aussehen! Und weil das ja nur 24 h zu sehen ist macht mir das meist auch gar nichts mehr aus.

      Ich folge auch ein paar Bloggern und Stars und finde das so cool mal hinter die Kulissen zu kucken. Ich muss aber auch zugeben, dass es da so ein paar Leute gab, die ich irgendwie gar nicht mochte und dann wieder heimlich still und leise aus der Liste gelöscht habe ^_^

  2. Hab dich gerade durch die Snapchat-FB-Gruppe gefunden. Und deine Anleitzung ist richtig gut geworden – hoffentlich bringst du noch mehr Leute in die App. 🙂

    • Hallo Jenni,

      ui, danke für den Kommentar hier! Ich freu mich, dass Du die Anleitung gut findest! Ich hoffe auch, dass vielleicht ein paar Leute das hier sehen und sich doch dazu entscheiden Snapchat mal auszuprobieren – es macht ja dann doch wirklich Spaß!

      Liebe Grüße,
      Katha 🙂

  3. Danke dir für die Einführung. 😀 Die Vorteile reichen mir irgendwie nicht aus. Ich finde das ganze Konzept irgendwie doof. Vielleicht weil ich meinen Instagram-Account auch nicht so perfekt in Szene setze und damit die Vorteile von Snapchat noch weniger werden. Und diese Vergänglichkeitssache würde mich verrückt machen. ^^

    • Hallo Sumi,

      ich verstehe natürlich auch, wenn für einen die negative Seite überwiegt.
      Der Vergleich zu Instagram drängt sich ja dann doch immer gleich auf und da hat SC ja dann doch wirklich ein paar Nachteile.
      Das mit der Vergänglichkeit ist auch echt doof und es stört mich insofern, dass ich zum Beispiel meine Instagram Fotos immer im Fotostream habe und die dann immer gut für meinen Sonntags-Rückblick Blogpost benutze.
      Beim Snappen werden die Fotos aber nicht im Fotostream hinterlegt, also ist es dann wirklich so, als hätte man nie ein Foto gemacht und für meinen Wochenrückblicks-Post fehlt es mir total an Bildern. Das ist mir natürlich nicht aufgefallen, weil ich durch das viele knappen ja das Gefühl hatte doch viele Bilder gemacht zu haben. Total blöd eigentlich ^_^

  4. ElProgramador sagt

    Jetzt habe ich wegen diesem Beitrag auch wieder die App installiert 🙂

    Was ich ganz schön finde, ist der Verzicht auf Likes. Das geht mir bei Instagram auf die Nerven. Am besten noch diese #hashtag #nutten, die ihre Fotos mit drölfzigtausend Hashtags versehen, damit sie noch ein paar Likes mehr bekommen.

    Kommentare hingegen fände ich ganz cool. Einfach für ein bisschen Interaktion. Natürlich könnte man auch einfach eine Direct Message schicken, aber da ist die Hemmschwelle ja doch meistens recht hoch.

    Es gibt übrigens wohl in der neuesten Version (zumindest für Android) eine Option Travel-Modus, mit der sich der Datenverbrauch ohne W-LAN etwas einschränken lässt.

    • Wohoo!! Freut mich, dass Du dem ganzen auch noch mal ne Chance gibst 🙂
      Hihi, dass mit dem „like-Gebettele“ und dem, denen wir es mal „Hashtag Overkill“ auf Instagram nervt mich da auch immer extrem.

      Aber Du hast Recht, die Kommentarfunktion ist schon toll und das schätze ich auch sehr. Denn so kommt man nicht nur ins Gespräch mit dem, der das Foto gepostet hat, sondern vielleicht auch mit den anderen Leuten, die kommentieren. Ein Austausch eben, den es bei SC auch leider nicht so gibt.
      Ich selbst versende auch nur eher selten Direktnachrichten. Wenn manche Snaps Bilder bei Instagram wären, würde ich aber auf jeden Fall kommentieren :/ Ich habe allerdings bei bekannteren Bloggern schon oft in den Snaps gehört, dass die immer sagen „antwortet und schreibt mir doch auf Instagram/Twitter“.
      Das bedeutet ja irgendwie, dass Snapchat als Medium zur Kommunikation ohne ein zweites Medium nicht ordentlich funktioniert.

      Das mit dem Travel Modus hab ich auch entdeckt und wollte das evtl. im nächsten Snapchat Tipps und Tricks Post schreiben (falls denn jemand an so etwas interessiert wäre 🙂

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