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Mandelmilch {homemade & yummy}

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Für den Kakao.
Mit Cornflakes.
Vor dem Schlafen gehen heiß mit Honig.
Zum Oreos Tunken.

Milch gehört bei mir einfach zu einem guten Start in den Tag, entweder als Kakao (zum Tunken für Mohnbrötchen, mhhhmm <3) oder mit Cornflakes.
Wenn ich nachts partout nicht schlafen kann, hilft mir ein Glas warme Milch mit Honig.

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Seit ein paar Jahren aber gibt es nun aber viel Diskussionen über (Kuh)Milch und deren (Un-)Verträglichkeit und natürlich die hippen und angesagten Konkurrenten und Alternativen Soja- und Mandelmilch. Gerade bei Intoleranzen sind verschiedene Arten von Nussmilch eine gute Alternative!
Auch in den hippen und alternativen Cafés im Prenzlauer Berg ist das schon lange nicht mehr wegzudenken, denn da bestellt man seinen Latte schon lange mit Sojamilch, is doch klar!

Ganz und gar nicht begeistert war ich hingegen von meinen ersten beiden Gläsern Soja- und Mandelmilch – Produkte aus dem Supermarktregal, die mir geschmacklich einfach gar nicht zugesagt haben: die Sojamilch irgendwie wässrig und muffig, die Mandelmilch in Geschmacksrichtung Vanille viel zu süß und mehlig.

Ich wollte mich eigentlich auf keine weiteren Versuche oder irgendwelche Milch-Experimente einlassen, aber als ich dann eines Tages durch die Mall oft Berlin spaziert und über den Laden „Juicefresh“ gestolpert bin, habe ich deren leckere Säfte und auch Cashewmilch probieren dürfen, und ehrlich gesagt… war ich total begeistert!

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Nicht zu süß, nicht zu herb, leicht nach Vanille und mit Gewürzen verfeinert.
Zwar definitiv anders als herkömmliche (Kuh)Milch, aber definitiv super lecker!

Natürlich hatte die Sache aber auch einen Haken (wie immer bei allen Guten Dingen, oder?), denn  7€ für 250ml ist leider auf Dauer schon etwas zu teuer.

„Das muss doch auch günstiger gehen!“, dachte ich mir, und zack habe ich mal im Internet recherchiert und bin direkt fündig geworden: Mandelmilch kann man ziemlich easy selbst machen!

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  • 500ml Wasser
  • 100gr Mandeln (es müssen nicht  weiße blanchierte Mandeln sein, denn die sind am teuersten! Gehackt oder mit Schale funktioniert ebenso gut!)
  • einen Zerkleinerer/Mixer
  • ein Mulltuch oder eine Feinstrumpfhose oder einen (Fein)Wäschebeutel zum Absieben (Mulltücher gibt es bei DM in der Babyabteilung bei den Windeln, Wäschebeutel gibt es ebenso bei DM im Doppelpack für unter 2€)
  • Je nach Lust und Laune:
    Zum Süßen: Agavendicksaft, Ahornsirup, Honig
    Zum Verfeinern: eine Prise Zimt, ½ Vanilleschote, eine Prise Muskat (frisch gerieben), Kardamom,…

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Die Mandeln müssen vor dem Verarbeiten eingeweicht werden. Ich mache das meist über Nacht, damit ich am Morgen frische Milch habe! Am besten schmeckt mir die Milch, wenn die Mandeln ca. 8-12 eingeweicht wurden, man kann sie aber auch locker 24 Stunden einweichen lassen.
Die Mandeln also in eine Schüssel geben und 100gr mit ca. 500ml Wasser einweichen (für 200g dann 1 Liter)!

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Das Einweichwasser abgießen (die Blumen mögen das ganz gerne) und die Mandeln vor dem Weiterverarbeiten unter fließendem Wasser nochmal abspülen.

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Jetzt kommen die Nüsse in den Standmixer, die Küchenmaschine oder den Multizerkleinerer: 100gr Mandeln mit 500-600ml Wasser, 200gr Mandeln mit 1 oder 1,2 Liter Wasser. Krrzzzzrrrrrrkkkkkk – erst mal 1 Minute auf kleiner Stufe und dann eine weitere Minute auf höchster Stufe laufen lassen!

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Um das zerkleinerte Nussfleisch nun von der Milch zu trennen, nehmt ihr euch am besten eine Schüssel oder eine Karaffe, in die ihr das Mulltuch/den Wäschebeutel oder die Strumpfhose so platziert, dass die Flüssigkeit nicht an den Seiten entweichen kann. Jetzt die Ecken zusammenfassen, leicht anheben und schon fließt die Milch aus dem Tuch und ihr habt nur noch die reine Mandelmilch in eurer Schüssel übrig!

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Jetzt das Tuch noch etwas ausdrücken, um möglichst viel Milch aus den Nussresten zu quetschen!

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Wie ihr die Milch süßt ist natürlich euch selbst überlassen, ich mag Agavendicksaft sehr gerne und verwende für einen halben Liter meist ca. 1 Esslöffel.
Dazu gebe ich etwas frisch geriebene Muskatnuss, eine kleine Prise Zimt und eine halbe ausgekratze Vanilleschote (Achtung: die Vanillepaste aus der Schote am besten zwischen zwei Fingern nehmen und in der Milch „verreiben“, damit sie sich schön in der Milch auflöst).

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Das ganze fülle ich in eine Glasflasche und schüttele es noch einmal ordentlich durch!

Fertig ist die Mandelmilch!
Im Kühlschrank hält sie sich ungefähr 3-4 Tage. Keine Panik, wenn sich die Milch „trennt“, vor dem Verwenden einfach nochmal gut durchschütteln!

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Variationen: es müssen natürlich nicht immer Mandeln sein! Wie wär’s denn vielleicht mit Haselnüssen, Cashews oder Macadamias? Natürlich ist auch eine Mischung aus verschiedenen Nusssorten möglich! Einfach mal ausprobiern!

 

Und was macht man jetzt mit dem Nussbrei-Abfall!?

HALT, nicht wegwerfen, denn die Mandelreste kann man wirklich noch super weiterverwenden.
Beim Backen werden auch oft gemahlene Mandeln verwendet, also genau das, was wir jetzt noch übrig haben, nur eben noch nass!

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Deswegen hab ich den Mandelbrei auf einem Backbleck zerbrößelt und ihn 2-3 Tage in meinem Wintergarten (der wird im Sommer ordentlich heiß) getrocknet. Das geht aber natürlich auch für 1-3 Stunden im Ofen auf niedriger Temperatur (ca. 50-70°C) unter mehrmaligem Wenden.

Wer gerne Müsli oder Joghurt ist, kann die (nicht getrockneten) Reste auch einfach zum fertigen Müsli mit in die Schüssel mischen oder vielleicht 1-2 EL in Joghurt mit Honig, Obst oder Marmelade!

Wer seinem Körper noch eine kleine Spa Behandlung gönnen möchte, kann die Mandelreste vermischt mit Joghurt und Honig auch als exfolierendes Körperpeeling verwenden (und das Beste – davon Naschen ist auch erlaubt!!)mandelmilch10

Vielleicht habt ihr ja jetzt auch Lust bekommen eure eigene Lieblings-Nussmilch zu zaubern! Ich bin jedenfalls ganz gespannt was ihr davon haltet!

Habt ihr schon mal Erfahrung mit (Kuh)Milch Alternativen gemacht oder alternative Produkte gefunden, die ihr besonders lecker findet? Ich würde in dem Bereich gerne noch ein bisschen Probieren und würde mich über Empfehlungen freuen!!

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4 Kommentare

  1. Hallo Katha,

    cool, das geht ja wirklich einfach! Das werde ich bestimmt mal nachmachen ;)
    Ich bin auch vor einigen Monaten auf pflanzliche Milchalternativen umgestiegen und habe mich da erst mal durchprobieren müssen. Im Moment nutze ich am ehesten Soja light von alpro – wenig Kalorien bei durchaus leckerem Geschmack. Eben nicht so dumpf und muffig wie manch andere Sojamilch (meinen gesamten Test kannst du bei mir nachlesen, falls es dich interessiert ;) ).

    Mandelmilch war mir bisher entweder zu bitter (ungesüßt) oder zu sehr Kalorienbombe (z.B. von Alnatura). Aber bei deiner Variante kann man das ja super steuern! Also: An die Mandeln, fertig, los ;)

    Viele liebe Grüße und fröhliches Mandelmilch-Herstellen!
    Julia

  2. Was für eine gute Idee! Durch ein ekliges Erlebnis in der Kindheit ekle ich mich vor Kuhmilch (pur geht gar nicht, solange sie irgendwo verbacken ist wo ich sie nicht sehen oder riechen kann gehts) und mag auch viel lieber Soja- oder Mandelmilch – wäre sie halt nicht so teuer. Muss dein Rezept unbedingt ausprobieren.

  3. Dankeschön für die schöne Anleitung! :) Ich mag Mandelmilch auch ganz gern und richtig frisch schmeckt sie bestimmt nochmal besser.

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